Sonntag, 4. August 2019

Einsatz ABC 2 in Hitzacker; Gasleitung bei Erdarbeiten beschädigt

Hitzacker. Am 03.08.2019 um 11:12 Uhr wurde die Feuerwehr Hitzacker zusammen mit den Zügen 1, 2 und 3 der KFB-Umwelt Lüchow-Dannenberg, der Führungsstaffel der Samtgemeinde Elbtalaue und dem Gemeindebrandmeister mit dem Stichwort „ABC-2, Gasleitung bei Baggerarbeiten beschädigt“ in ein Wohngebiet in Hitzacker alarmiert.



Vor Ort stellte sich die Lage wie folgt dar: Bei privaten Erdarbeiten wurde eine Hausanschlussleitung beschädigt. Gasgeruch war deutlich wahrnehmbar und bei näherem herantreten an die Austrittsstelle auch zu riechen. Daraufhin wurde die Windrichtung bestimmt, eine Absperrgrenze von 100 m festgelegt und die direkt angrenzenden Wohnhäuser evakuiert. Außerdem wurde ein C-Rohr unter PA vorgenommen und im weiteren Einsatzverlauf ein Hydroschild und ein weiteres C-Rohr zur Abriegelung vorbereitet und der Energieversorger angefordert. Zur Absicherung der eingesetzten Kräfte wurde außerdem ein RTW sowie ein RTW der SEG des DRK alarmiert. Die Züge der KFB-Umwelt gingen in einen ortsnahen Bereitstellungsraum. 

In Absprache mit der Bereitschaftsführung Umwelt wurden der GW-Messtechnik und das WLF mit AB-Gefahrgut zur Einsatzstelle beordert um eventuell erforderliche Schritte umgehend in die Wege leiten zu können. Während versucht wurde die Leckage provisorisch abzudichten, traf der zuständige Energieversorger an der Einsatzstelle ein und konnte das gerissene Gasrohr in kurzer Zeit mit einer Klemme abdichten. Daraufhin wurde die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben. Somit wurde die Absperrung aufgehoben und die Anwohner konnten in Ihre Häuser zurückkehren, der Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst war beendet.
Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte im Einsatz.

Verfasser: Kai Koopmann, Einsatzleiter FF Hitzacker

Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt

Samstag, 13. April 2019

Stationsausbildung - praktische Ausbildung der besonderen Art


Burger in der Dannenberger McDonald´s Filiale bestellen - diesen Einsatzauftrag erhielten mehrere unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) vorgehende Trupps der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 -Umwelt am Sonnabend in Dannenberg.



Anlass dafür war der erste praktische Außendienst der Bereitschaft in diesem Jahr. In Form einer Stationsausbildung übten die Kameradinnen und Kameraden der vier Fachzüge den Umgang mit den teilweise neu beschafften Gerätschaften.

Insbesondere die Aus- und Fortbildung der CSA-Träger wurde an einer der Stationen fokussiert. Hier ging es vor allem um die neu beschafften Kommunikationseinheiten, die den Einsatzkräften eine permanente Kommunikation im Trupp sowie im Bedarfsfall mit den anderen Einsatzkräften ermöglichen. Um auch das Durchführen feinfühliger Arbeiten in den aus dickem Kunststoffmaterial gefertigten CSA zu üben, bekamen die Trupps einen nicht alltäglichen Auftrag. Verdutzt nahmen sie ihren Auftrag, in der benachbarten McDonald´s Filiale Burger zur Verpflegung zu bestellen, entgegen. Dabei stellte sie nicht nur die Bestellung, sondern insbesondere die Bezahlung mit einem handelsüblichen Portemonnaie vor eine große Herausforderung. Auch den Mitarbeitern und Gästen war ihr Erstaunen anzusehen, als die Trupps das Restaurant betraten.





Nachdem die Trupps zurück auf dem Gelände der Feuerwehr waren, wurde an einer weiteren Station der Umgang mit den mobilen Kontaminationsmonitoren (Como 170 KatS) zur Erkennung von radioaktiver Strahlung geübt. Dies ist eine Aufgabe, die der Dekontaminationszug der Bereitschaft im Einsatzfall ausführt und regelmäßiger Übung bedarf, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Im Anschluss an die gelungene Ausbildung, wurden die auf besondere Art beschafften Burger in geselliger Runde verspeist. Rundum ein Dienst der bei den Teilnehmern gut ankam.


Ein besonderer Dank gilt Herrn Christian Scheffter und seinen Mitarbeiten von McDonald´s, die bei der Vorbereitung des Dienstes sofort bereit waren daran mitzuwirken.

Fotos: F. Schön, Feuerwehr Dannenberg

Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt

ABC 2 – Einsatz in Künsche; Gasleitung mit Minibagger aufgerissen


Durch Erdarbeiten mit einem Minibagger wurde am Freitagnachmittag in der Ortschaft Künsche bei Lüchow eine Gasleitung beschädigt. Aufgrund des austretenden Gases wurden die zuständige Ortsfeuerwehr sowie die Züge „Gefahrgut“ und „Spüren und Messen“ der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 – Umwelt alarmiert.


 Die Erkundung der Einsatzstelle durch einen Messtrupp bestätigte einen merklichen Austritt von Gas aus der beschädigten Hausanschlussleitung. Um die austretende Gasmenge und somit auch die von dem Gas ausgehende Gefahr zu verringern, wurde die Leitung an der schadhaften Stelle mittels eines hydraulischen Spreizers abgedrückt. Im weiteren Verlauf wurde das beschädigte Leitungsstück durch den zuständigen Energieversorger fachgerecht abgedichtet.


Fotos: Feuerwehr Lüchow & Feuerwehr Dannenberg

Weitere Berichte und Bilder gibt es hier:





Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt


Mittwoch, 20. März 2019

Erster Bereitschaftsdienst im Jahr 2019


Dass im Feuerwehreinsatz nicht nur praktische Fähigkeiten von belang sind, sondern auch theoretisches Hintergrundwissen unabdingbar ist, weiß jede Einsatzkraft.



Aus diesem Grund war das Thema des ersten Bereitschaftsdienstes der KFB 2 – Umwelt in diesem Jahr eine Einführung in das Thema TUIS. TUIS bedeutet „Transportunfall Informations- und Hilfeleistungssystem“ und ist ein Zusammenschluss der deutschen Chemieindustrie. Insbesondere die Werkfeuerwehren größerer Chemieunternehmen halten spezielle Gerätschaften vor, die im Falle von Unfällen bei Chemietransporten auch von anderen Einheiten angefordert und verwendet werden können. Neben der unmittelbaren Hilfeleistung, welche die höchste der drei Stufen abbildet, sind in den Stufen eins und zwei des TUIS- Hilfsangebots auch telefonische Beratung sowie eine Fachberatung am Unfallort möglich. So kann die Einsatzleitung je nach Gefahrenlage und Ausmaß des Einsatzes gezielt Hilfe anfordern.

Gehalten wurde der Vortrag von Kai Reschke, der selbst im dritten Zug „Dekontamination“ der KFB 2 tätig ist. Aufgrund seiner beruflichen Laufbahn in der AURUBIS Werkfeuerwehr in Hamburg besteht für ihn die unmittelbare Nähe zu einem der Unternehmen des TUIS Verbunds. So konnte er aus erster Hand berichten, welche Herausforderungen die Einrichtung des Hilfsangebots mit sich bringt. Rundum ein interessanter Vortrag.


Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt