Dienstag, 29. Oktober 2019

Erfolgreicher Lehrgang „Gefährliche Stoffe“ an der FTZ


Insgesamt 13 Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren des Landkreises nahmen an den vergangenen beiden Wochenenden am Lehrgang „Gefährliche Stoffe“ teil. Ziel des dreitägigen Lehrgangs an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Dannenberg ist es, die Grundlagen von Gefahrguteinsätzen zu vermitteln und die Befähigung zum Tragen von Chemikalienschutzanzügen (CSA) zu erlangen.


Die Teilnehmer/ Innen des Lehrgangs "Gefährliche Stoffe" 2019

 

Gewöhnungsübung im Chemikalienschutzanzug

Zentrales Thema des Lehrgangs ist der Umgang mit der zur Verfügung stehenden Ausrüstung, welche auf den Sonderfahrzeugen der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 – Umwelt verlastet ist. Neben dem Absetzbehälter Gefahrgut, sind dies der Gerätewagen Messtechnik und der Gerätewagen Dekontamination – Personen. Durch verschiedene Einsatzübungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Erfahrungen mit den Gerätschaften sammeln und sich so für Einsätze vorbereiten. In den angenommenen Lagen galt es, Havarien von Industrieanlagen zu bewältigen sowie defekte Ventile abzudichten. Außerdem wurde der Ablauf eines Einsatzes mit einem verunfallten PKW, der mit radioaktiven Stoffen beladen war, geübt.


Abdichten eines Druckluftrohres


Erkundung im "A-Fall"


Abdichten eines defekten Ventils

Weiterhin wurden auch theoretische Kenntnisse im Hinblick auf Einsatzabläufe und die am Einsatzort vorzufindenden Gefahren vermittelt. Hier wurde vor allem auf die Kennzeichnung von Gefahrstoffen sowie das identifizieren dieser durch geeignete Messtechnik thematisiert.



Rundum ein Lehrgang, der neben neuen Herausforderungen auch Spaß mit sich bringt und erheblich zur Nachwuchssicherung in den Gefahrgutkomponenten des Landkreises beiträgt.

Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II -Umwelt

Mittwoch, 18. September 2019

Verabschiedung von Klaus- Dieter Korbella


Bereits im Februar diesen Jahres wurde der ehemalige stellvertretende Kreisbereitschaftsführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 – Umwelt, Hauptbrandmeister Klaus- Dieter Korbella, aus Altersgründen abgelöst. Seine Nachfolgerin ist Oberbrandmeisterin Franziska Schön aus der Feuerwehr Dannenberg.



Vor kurzem überraschte ihn nun der Kreisbereitschaftsführer Stefan Schmidt mit einem spontanen Besuch. In Absprache mit „Klausi´s“ Ehefrau wurde ein Treffen organisiert, sodass das offizielle Abschiedsgeschenk in gemütlicher Runde an den langjährigen Stellvertreter überreicht werden konnte. Korbella war in seiner Funktion von 2011 bis 2019 tätig. Neben der Bereitschaftsführung war er auch im Bereich der Ausbildung für Gefahrguteinsätze an der Feuerwehrtechnischen Zentrale aktiv.



Sichtlich erfreut zeigte sich Korbella und sprach den Kameradinnen und Kameraden der KFB 2 seinen Dank für den Gutschein aus, den er zusammen mit seiner Ehefrau Monika in einem Dannenberger Restaurant einlösen wird.

Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt

Donnerstag, 22. August 2019

ABC 2 - Einsatz in Dannenberg - austretende Dämpfe

Dannenberg. Bei einem Chemikalienunfall im Dannenberger Seniorenheim Rosengarten sind am Mittwochmittag mehrere Menschen verletzt worden, darunter vier Feuerwehrleute. Der Trupp war - wie in den vergangenen Monaten bereits mehrfach - nach Auslösung der Brandmeldeanlage in das Gebäude gegangen und durch aus einem Putzmittelraum austretende Gase überrascht worden. Die Feuerwehr löste ABC-Alarm aus, Feuerwehrspezialisten für Chemieunfälle, der sogenannte Umweltzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft, wurden angefordert, Rettungskräften und Mitarbeiter der Senioreneinrichtung evakuierten die 24 Bewohner des Seniorenheims und brachten sie im benachbarten, ebenfalls vom DRK betriebenen Seniorenheim Jeetzelgarten unter, bevor Feuerwehrleute in Spezialanzügen den Raum zunächst sichern und dann säubern konnten. Unglücksursache war offenbar das Zusammenkommen mehrerer salz- und phosphorsäurehaltigerReinigungsmittel in einem Abflussrohr in dem Putzmittelraum, so Elbtalaues Gemeindebrandmeister Andreas Meyer. Wie diese Stoffe dort zusammenkommen konnten, sei bislang aber unklar. Beschädigte Putzmittelbehälter habe man in dem Raum nicht gefunden, hieß es aus Feuerwehrkreisen.


Neben den vier Feuerwehrleuten, die beim Erstangriff leichte Verletzungen - Reizungen der Atemwege und Augen - erlitten hatten, untersuchten Rettungsmediziner auch fünf Bewohner der Anlage. Alle blieben unverletzt. Jedoch seien zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung ebenfalls mit dem Gas in Berührung gekommen und hätten leichte Verletzungen erlitten.
Verfasser: Rouven Groß, EJZ
Fotos: EJZ, Feuerwehr Dannenberg, Feuerwehr Lüchow
Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt

Sonntag, 4. August 2019

Einsatz ABC 2 in Hitzacker; Gasleitung bei Erdarbeiten beschädigt

Hitzacker. Am 03.08.2019 um 11:12 Uhr wurde die Feuerwehr Hitzacker zusammen mit den Zügen 1, 2 und 3 der KFB-Umwelt Lüchow-Dannenberg, der Führungsstaffel der Samtgemeinde Elbtalaue und dem Gemeindebrandmeister mit dem Stichwort „ABC-2, Gasleitung bei Baggerarbeiten beschädigt“ in ein Wohngebiet in Hitzacker alarmiert.



Vor Ort stellte sich die Lage wie folgt dar: Bei privaten Erdarbeiten wurde eine Hausanschlussleitung beschädigt. Gasgeruch war deutlich wahrnehmbar und bei näherem herantreten an die Austrittsstelle auch zu riechen. Daraufhin wurde die Windrichtung bestimmt, eine Absperrgrenze von 100 m festgelegt und die direkt angrenzenden Wohnhäuser evakuiert. Außerdem wurde ein C-Rohr unter PA vorgenommen und im weiteren Einsatzverlauf ein Hydroschild und ein weiteres C-Rohr zur Abriegelung vorbereitet und der Energieversorger angefordert. Zur Absicherung der eingesetzten Kräfte wurde außerdem ein RTW sowie ein RTW der SEG des DRK alarmiert. Die Züge der KFB-Umwelt gingen in einen ortsnahen Bereitstellungsraum. 

In Absprache mit der Bereitschaftsführung Umwelt wurden der GW-Messtechnik und das WLF mit AB-Gefahrgut zur Einsatzstelle beordert um eventuell erforderliche Schritte umgehend in die Wege leiten zu können. Während versucht wurde die Leckage provisorisch abzudichten, traf der zuständige Energieversorger an der Einsatzstelle ein und konnte das gerissene Gasrohr in kurzer Zeit mit einer Klemme abdichten. Daraufhin wurde die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben. Somit wurde die Absperrung aufgehoben und die Anwohner konnten in Ihre Häuser zurückkehren, der Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst war beendet.
Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte im Einsatz.

Verfasser: Kai Koopmann, Einsatzleiter FF Hitzacker

Veröffentlicht: Henrik Peters – Pressesprecher Kreisfeuerwehrbereitschaft II - Umwelt